«Gospel meets Michael Jackson»
14.11.2023 Aktuell, Kirchberg, Vereine, Kultur, Jugend, GesellschaftDas Konzert unter dem Titel «Heal the World» war ein Plädoyer für Glauben, Frieden und Hoffnung, sowie Respekt und Ehre für Michael Jackson. Er gilt als derjenige Künstler, der weltweit die meisten Wohltätigkeitsorganisationen finanziell und repräsentativ unterstützt hat.
Unter der Leitung von Noëmi Moor, begleitet von Martin Jufer (Piano), Laurin Moor (Bass) und Michael Rickli (Drums), deckte der Chor eine grosse emotionale Bandbreite ab, mitreissend, eindrücklich, bewegend und nachhaltig sanft in aufrüttelnden Melodien zu aktuellen, teils betroffen machenden Texten von Michael Jackson. Das Konzert wurden zur Hommage an ihn.
Unerschütterlich
Die Gesangsdarbietungen rüttelte am moralischen Kompass des Publikums, zu überdenken, welche Werte im Leben wichtig und welche Wege richtig sind. In Gospelmelodien spiegelte sich die Seele der Völker in ergreifender Innerlichkeit, in Hoffnungen und unerschütterlicher gläubiger Zuversicht. Dies erlaubte bisweilen fröhliches, begeistertes Mitsingen und -klatschen zu Melodien, die beinahe schon Ohrwurm-Status hatten. In virtuosen Solis faszinierten Arlette Gerber, Noëmi Moor und Lukas Leuenberger. Sie lösten, untermalt von den Stimmen des Chores, ein Wechselbad der Gefühle aus, verdankt durch frenetischen Applaus.
Geschehnisse der Welt
In mahnenden, aufrüttelnden, lyrischen, bewegenden und optimistisch-fröhlichen Texten beeindruckten die Gesangsvorträge des Chores, der mit Gospel- und Jackson-Melodien treffend die Geschehnisse der Welt skizzierte. Sie waren Appell an Glauben und Aufforderung zugleich. «Wenn du die Welt zu einem besseren Ort machen willst, fang bei dir an …», hatte Michael Jackson einst gesagt. Er wollte die Stimmen hörbar machen. In diesem Sinne erreichte der Chor die Herzen seines Publikums, getragen von Singfreude. «We are the World» als Zugabe war die Botschaft der etwa 60 Sängerinnen und Sänger – leidenschaftlich vorgetragen, eine Interpretation auf hohem musikalischem Niveau. Minutenlange stehende Ovationen waren Ausdruck der Begeisterung und Verehrung für Chor und Instrumentalisten sowie Dank für einzigartigen Konzertgenuss.
Sylvia Mosimann