Peter Kuhnert wird neuer Gemeindepräsident

  24.10.2023 Aktuell, Politik, Foto, Gesellschaft

Da der bisherige Gemeindepräsident Beat Linder (SVP) nach 14 Jahren im Amt aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, wählte die Bätterkinder Stimmbevölkerung am Sonntag einen neuen Gemeindepräsidenten. In den 2000er-Jahren wurde das Präsidentenamt stets in stiller Wahl bestätigt. Nicht so in diesem Jahr, wo sich SVP-Gemeinderätin Barbara Thürkauf und SP-Gemeinderat Peter Kuhnert, bisheriger Gemeinde-Vizepräsident, um das Amt für die Legislaturperiode von 2024 bis 2027 bewarben. Mit dem besseren Ende für Peter Kuhnert, der sich mit 652 Stimmen gegen Barbara Thürkauf mit 555 Stimmen durchsetzte. Somit wechselt das Bätterkinder Gemeindepräsidium aus den Händen der SVP in diejenigen der SP.
Peter Kuhnert zeigte sich sehr erfreut über seine Wahl zum neuen Gemeindepräsidenten: «Es ist für mich persönlich natürlich ein sehr freudiger Tag.» Ihm sei im Vorfeld klar gewesen, dass ihm mit Barbara Thürkauf eine sehr starke und kompetene Kontrahentin gegenüberstehe. «Ich glaube, dass die Bätterkinder Stimmbevölkerung nach all den Jahren der stillen Wahlen die Chance auf einen Wechsel geschätzt hat», meint Peter Kuhnert weiter. Einen weiteren möglichen Grund für seine Wahl sehe er in seiner langjährigen Erfahrung im Gemeinderat. In seinem neuen Amt wolle er die Arbeit seines Vorgängers Beat Linder fortsetzen. «Ich werde bestimmt hie und da andere Schwerpunkte setzen. Doch mir ist wichtig, weiter eine tolle Zusammenarbeit und Kollegialität anzustreben, so wie das bisher der Fall war», so der frisch gewählte Gemeindepräsident Bätterkindens. Als Herausforderungen für das Dorf bezeichnet er die Ortsplanungsrevision sowie die Schulraumplanung.
Auf Seiten der SVP ist nach der Niederlage im Duell um das neu zu besetzende Amt doch eine gewisse Enttäuschung vorhanden. «Natürlich hätten wir gerne weiterhin das Gemeindepräsidium gestellt. Zudem hatten wir mit Barbara Thürkauf eine tolle Kandidatin», hält Susanne Aeschbacher, Präsidentin der SVP-Sektion Bätterkinden-Kräiligen, fest. Als Ursache sieht sie einen gewissen Linksrutsch in Bätterkinden: «Diesen machten wir schon bei den letzten Gemeindewahlen vor vier Jahren aus. Bätterkinden ist im Wachstum und hat viele Zugezogene, die aus der Stadt kommen», sagt sie. Nichtsdestotrotz wünsche man der SP und Peter Kuhnert gutes Gelingen.

Wenig Überraschungen im Gemeinderat
Weniger spannend als das Duell um das Gemeindepräsidium gestalteten sich die Gemeinderatswahlen. Die Sitzverteilung in Bätterkindens Exekutive bleibt dieselbe wie vor vier Jahren. Die SVP hat genau wie die SP drei Sitze, der übrige freie Sitz geht an den Bisherigen und parteilosen Thomas Kellenberger (554 Stimmen), der auf der Listenverbindung von Die Mitte und EVP antrat. Somit haben die Kleinparteien ihr Ziel erreicht. «Für uns galt es, den Sitz von Thomas Kellenberger zu verteidigen. Obwohl die Kleinparteien zwar ein wenig an Wähleranteil verloren haben, sind wir letztlich mit dem Ausgang der Gemeindewahlen zufrieden», hält Daniel Bonomi, Ortsvertreter der EVP, fest. Dies bestätigt Mathias Leuenberger, Ortsvertreter der Mitte: «Wir sind glücklich, dass die Wiederwahl von Thomas Kellenberger geglückt ist und die Zusammensetzung des Gemeinderates nicht nur aus SVP- und SP-Politikern besteht. In diesem Punkt waren sich allerdings alle Parteien bereits im Vorfeld einig.»
Für die SVP werden die bisherigen Ruedi Fischer (1134 Stimmen) und Barbara Thürkauf (1120 Stimmen) sowie neu Leif Althaus (484 Stimmen) Einsitz im Gemeinderat nehmen. «Trotz der Niederlage im Kampf um das Gemeindepräsidium überwiegt die Zufriedenheit», kommentiert Su­sanne Aeschbacher.
Die SP vertreten in der Exekutive die Bisherigen Peter Kuhnert (1142 Stimmen), Petra Lüdi (970 Stimmen) und die Neue Katharina Bärtschi Joss (834 Stimmen). «Unser Ziel, die drei Sitze zu verteidigen, wurde erreicht», so Peter Kuhnert.
Abgesehen vom Wechsel im Amt des Gemeindepräsidenten wählte die Bätterkinder Stimmbevölkerung mit einer Wahlbeteiligung von 56,5 Prozent also einen ähnlichen Kurs wie bereits vor vier Jahren.

Joel Sollberger

 


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