Die Ständeratskandidierenden im Überblick

  03.10.2023 Aktuell, Politik, Foto, Region, Gesellschaft

Werner Salzmann (SVP):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Werner Salzmann: Für mich steht eine sichere und freie Schweiz in Unabhängigkeit im Zentrum meiner politischen Arbeit. Dazu gehört als Basis eine gut ausgerüstete und verteidigungsfähige Milizarmee und der Erhalt der direkten Demokratie ohne Diktate aus der Europäischen Union. Mit diesen Grundpfeilern und einer wirtschaftsfreundlichen Politik sichern wir die Versorgung und Freiheit der Schweizer Bevölkerung.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Werner Salzmann: Der Schweizer Wohlstand basiert auf den Werten Eigenverantwortung, Rechtssicherheit und Zuverlässigkeit. Diese Werte sind es, die unsere KMU bekannt machen für die Qualitätsarbeit ihrer Fachkräfte. Man ist stolz auf gute Arbeit, auf das Mitdenken auf jeder Stufe, jede und jeder ist wichtig und versucht, etwas zum Erfolg des Ganzen beizutragen. Grundlage dazu ist das bewährte duale Bildungssystem, der Berufsstolz und die Innovationskraft, die daraus erwachsen.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Werner Salzmann: Die Krisen der letzten Jahre, also Corona, Energieknappheit, verschärft durch den Ukrainekrieg, und die Fusion der CS mit der UBS haben gezeigt, wie anfällig unser Land durch die Globalisierung geworden ist. Die Versorgung der Schweiz ist nicht so gut, wie sie sein sollte. Wir müssen die Abhängigkeiten in den Bereichen Energie, Nahrungsmittel und Medikamente minimieren, die Eigenproduktion in gewissen Bereichen wieder ankurbeln und die Pflichtlagerhaltung erhöhen. Es kann nicht sein, dass plötzlich wichtige Medikamente fehlen. Aber auch für Erdöl, Benzin, Diesel und Gas sowie Saatgut, Dünger und Hauptnahrungsbestandteile müssen genügend grosse Pflichtlager vorhanden sein.

 

Jürg Grossen (glp):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Jürg Grossen: Wirtschaften im Einklang mit Umwelt und Natur. Das treibt mich als KMU-Unternehmer seit Jahrzehnten an. Wirksamer Umwelt- und Klimaschutz funktioniert nur mit und nicht gegen die Wirtschaft. Mit der Annahme des Klimaschutzgesetzes ist der Grundstein hin zu Netto-Null CO2 gelegt. Vor über hundert Jahren haben unsere Vorfahren mit Staudämmen, Wasserkraftwerken und der Elektrifizierung der ganzen Schweiz Generationenprojekte realisiert. Wir alle profitieren heute noch. Genauso können wir heute investieren, um von den fossilen Energieträgern wegzukommen und die Schweiz klimaneutral mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Die Technologien dazu sind mit der Elektromobilität, der Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie der Speicherung vorhanden. Ich möchte meine langjährige unternehmerische und politische Erfahrung im Ständerat einbringen.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Jürg Grossen: Die Schweiz zeichnet sich durch die direkte Demokratie, aber auch durch ihre Veränderungsbereitschaft aus. Mut zur Lösung, das ist unsere Stärke. Der Mut, neuen Herausforderungen mit Innovationsgeist zu begegnen und neue Lösungen gemeinsam mit der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Politik zu suchen. Derzeit fehlen im Bundesrat klare und verständliche Pläne für stabile Beziehungen mit der EU, für den Umgang mit unserer Neutralität und für verkraftbare Gesundheitskosten. Mut, Aufbruchstimmung und Innovation müssen sich wieder vermehrt durchsetzen. Dafür setze ich mich ein.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Jürg Grossen: Bei den Sozialwerken und den Gesundheitskosten braucht es eine politische Kurskorrektur.

 

Lorenz Hess (Die Mitte):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Lorenz Hess: Dem Senken der Kosten im Gesundheitswesen, damit die Prämien nicht weiter steigen.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basie­rt das Erfolgs­geheimnis der Schweiz?
Lorenz Hess: Auf der Tatsache, dass wir uns in der Regel zusammenraufen und zur Lösung von Problemen bereit sind, Kompromisse einzugehen. Polarisieren mit Extrempositionen bringt nichts.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Lorenz Hess: Wir müssen unser verkrampftes Verhältnis zur EU verbessern, ohne beizutreten. Mit unserem wichtigsten Handelspartner brauchen wir klare Spielregeln und Verträge im Interesse unserer Wirtschaft.

 

Sandra Hess (FDP):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerätin besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Sandra Hess: Im Ständerat vertritt man die Interessen des ganzen Kantons. Als Stadtpräsidentin und Grossrätin bin ich mir dieser Verantwortung sehr bewusst. Grosse Herausforderungen sehe ich im Bereich Energieversorgung, Sicherung der Sozialwerke und beim Fachkräftemangel auf uns zukommen.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Sandra Hess: Die direkte Demokratie: Die Bevölkerung bestimmt nahezu uneingeschränkt den politischen Kompass des Landes.
Der Föderalismus: Dank unseren dezentralen Strukturen werden wichtige Entscheidungen dort gefällt, wo die Menschen direkt betroffen sind.
Die sprachliche und kulturelle Vielfalt: Der starke Wille zur nationalen Einheit, trotz vier Landessprachen und grossen regionalen Unterschieden, ist das Kernelement der Schweizer Identität.
Das duale Bildungssystem: Es ermög­licht unserer Jugend eine hervorragende Ausbildung und der Schweizer Wirtschaft grosse Stabilität.


«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Sandra Hess: Damit der steigende Bedarf an Strom gedeckt werden kann, brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien, sowie einen sofortigen Abbau von bürokratischen Hürden und Gesetzen. Die vielen Vorschriften zementieren den Stillstand und behindern so den notwendigen Fortschritt.

 

Marc Jost (EVP):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Marc Jost: Die Energiewende und der Klimaschutz sind die grössten Herausforderungen unserer Zeit. Diese will ich mutig vorantreiben, allerdings ohne die Leute unnötig vor den Kopf zu stossen. Anreize sind besser als Verbote. Konkret: Wasser- und Windkraft sowie Photovoltaikflächen – auch in der Landwirtschaft – müssen massiv ausgebaut werden. CO2-neutrale Wärmeverbünde sollen weiter finanziell unterstützt werden. Die Biodiversität soll noch mehr gefördert werden, indem in den Städten «grüne Lungen» geschaffen werden, und die Überbauung von wertvollem Ackerland und von Fruchtfolgeflächen muss gestoppt werden. Es soll möglichst mit Holz und anderen ökologischen Baustoffen statt Beton gebaut werden. Schliesslich braucht es längere Geräte-Garantien (fünf statt zwei Jahre).

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Marc Jost: Der Einbezug aller Bürger/innen durch die direkte Demokratie und unser Föderalismus sind wichtig, damit ausgewogene Gesetze entstehen können. Dass wir dabei mit Respekt und Dialogbereitschaft agieren, ist mir besonders wichtig. Zudem erwarte ich vom Staat, dass er die Solidarität und das Gemeinwohl so lebt, dass dabei keine Familienmodelle bevorzugt werden. Zuletzt sind mir auch der Erhalt der Grundrechte wie Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit sehr wichtig.


«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Marc Jost: Die Heiratsstrafe bei den Steuern und der AHV muss endlich abgeschafft werden. Zudem müssen die Familien im Umfeld der Teuerung besser unterstützt werden. So setze ich mich zum Beispiel dafür ein, dass die Familienzulagen nach oben angepasst werden, wie das bei der AHV geschehen ist.

 

Bernhard Pulver (Grüne):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Bernhard Pulver: Für mich sind die Themen Schutz von Klima und Umwelt, starke Bildung und Innovation, Gesundheitspolitik und eine engere Zusammenarbeit mit Europa besonders wichtig.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Bernhard Pulver: Der Erfolg der Schweiz ist nicht selbstverständlich. Die Schweiz hat sehr innovative Menschen, gute Hochschulen und eine tolle Berufsbildung. Sie hat stabile politische Verhältnisse und ein gutes Arbeitsrecht. Insbesondere die Berufsbildung trägt viel zum Berufsethos der Schweiz bei. Dieser Berufsethos macht die Schweizer Qualität aus, die in der internationalen Konkurrenz bestehen kann. Als Erziehungsdirektor durfte ich mithelfen, die Berufsbildung und die Hochschulen zu stärken.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Bernhard Pulver: Im Klimaschutz muss die Schweiz nach dem Ja der Bevölkerung zum Klimagesetz nun Nägel mit Köpfen machen und auch die wirtschaftlichen Chancen, die in grüner Technologie liegen, nutzen. Und in der Gesundheitspolitik sollten wir aufhören, das Gesundheitswesen und damit namentlich Pflegemitarbeitende und Ärzte/-innen nur als Kostenfaktor zu sehen: Wir können und wollen uns dieses ausgezeichnete Gesundheitswesen leisten. Tragen wir Sorge dazu.

 

Flavia Wasserfallen (SP):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerätin besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Flavia Wasserfallen: Die Politik muss unser Zusammenleben verbessern und Lösungen für die drängenden Fragen bringen. Dazu gehören faire Löhne und Renten, bezahlbare Krankenkassenprämien und eine rasche Energiewende. Für diese Anliegen möchte ich mich im Ständerat einsetzen.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Flavia Wasserfallen: «Einer für alle. Alle für einen.» Mit diesem Leitmotiv wurde vor 175 Jahren der moderne Bundesstaat gegründet. Aus Unterschieden, die sich sogar auf dem Schlachtfeld bekämpft hatten, entstand etwas Gemeinsames, ohne die Unterschiede auszutilgen. Wenn wir uns zusammenschliessen und solidarisch sind, gewinnen alle. Das sehen wir auch bei der AHV, der grössten sozialen Errungenschaft, die sozialen Frieden und Stabilität garantiert. Ich bin überzeugt, dass wir kommende Herausforderungen meistern, wenn wir zusammenstehen und solidarisch sind.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Flavia Wasserfallen: Wir haben ein sehr gutes, aber auch sehr teures Gesundheitssystem. Damit es für alle zugänglich bleibt, müssen die Prämien bezahlbar sein. Das erreichen wir mit einer Erhöhung der Prämienverbilligung. Es geht aber auch nicht ohne kostenseitige Massnahmen. Wir bezahlen zu viel für Medikamente, weshalb wir günstigere Generika fördern müssen. Dann zeigen Studien, dass viele unnötige und teure Eingriffe und Therapien gemacht werden. Es ist falsch, dass in der Gesundheit die Menge und nicht die Qualität bezahlt wird. Das führt zu Fehlanreizen, die wir korrigieren müssen. Ich weiss, dass Kurskorrekturen nicht einfach sind, weil viele mächtige Gesundheitslobbys mitmischen, aber ich bleibe dran.

 

Madeleine Amstutz (BSL):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerätin besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Madeleine Amstutz: Die erfolgreiche Eigenständigkeit unseres Landes ist zu wahren. Selbstversorgungsgrad erhöhen, (aktuell unter 50 Prozent reicht nicht). Gewerbe und Tourismus stärken. Gastgewerbe stützen. Gesunde Finanzen. Weniger Staustunden, (40000 Staustunden im letzten Jahr sind zu viele). Zuwanderung stärker regulieren, (für 200000 Personen pro Jahr mehr in der Schweiz fehlt die Infrastruktur, Wohnungen, Mobilität etc). Leistungsfähige Gesundheitsversorgung. Haushälterischer Umgang mit Kulturland. Landesverteidigung sicherstellen. Förderung der Jungend, Kultur und der Vereine. Für Gerechtigkeit und für einen fairen Umgang in der Politik stehe ich ein.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Madeleine Amstutz: Direkte Demokratie. Eigenständigkeit. Freiheit. Sicherheit. Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger für die Allgemeinheit.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Madeleine Amstutz: Sicherstellung einer genügenden Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen. Die übermässige Zunahme der Krankenkassenprämien und der Mietzinsen stoppen. Tiefere finanzielle Belastungen für den Mittelstand. Unsere Bildungsinstitutionen stärken und den Fachkräftemangel verringern. Weniger Bürokratie und schnellere Verfahren bei Baubewilligungsverfahren oder bei Strafverfahren.

 

Jorgo Ananiadis (Piraten):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Jorgo Ananiadis: Als Ingenieur und erfahrener Projektleiter bringe ich die Digitalkompetenz ins Stöckli. Bisher ist diese kaum vorhanden und darum wurde mit Fehlentscheiden viel Steuergeld verschwendet. Bei zahlreichen Projekten wie der Cybersicherheit, dem Jugendschutz, der E-ID oder beim elektronischen Patientendossier wurde bereits unglaublich viel vermasselt. Für uns Piraten sind das Heimspiele, wir kennen Lösungen, die funktionieren.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Jorgo Ananiadis: Die föderalistische Schweiz ermöglicht die Teilhabe aller Regionen, Kulturen und Sprachen mit einem Austausch auf Augenhöhe. In einer humanistischen, liberalen und progressiven Schweiz können die Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmt leben und sich frei entfalten.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Jorgo Ananiadis: Die ganzen Hacks und Leaks in den letzten Jahren und Monaten zeigen überdeutlich: Im Bundeshaus sind Digitalkompetenz und Lösungsorientierung Mangelware. Die Altparteien verpfuschen mit ihren Ideologien und Dogmen fortlaufend Gesetze und Projekte. Anstatt die wichtigen Probleme zu lösen, werden viele Themen nur bewirtschaftet und führen alle 4 Jahre zum immer gleichen Wahlkampf. Das muss aufhören. Beispielsweise liegt im Bundeshaus seit 2017 ein Expertenbericht vor, wo 38 Kostensenkungsmassnahmen für die Krankenversicherung drinstehen. Seither ist kaum was passiert, nichts wurde richtig angepackt, gelöst. Die «Vertterliwirtschaft» hat alles verhindert. Dieses Lobbying mit fettbezahlten «Mandaten» der Parlamentarier muss endlich abgestellt werden.

 

Pascal Fouquet (Piraten):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Pascal Fouquet: Die Digitalisierung durchdringt unser aller Leben. Mit meiner Expertise in diesem Bereich werde ich in vielen Lebensbereichen beitragen, damit alle davon profitieren. Die positiven Seiten von gut gemachter Digitalisierung spürt jeder Einzelne im Alltag. Weniger Arbeit durch effizientere und automatisierte Prozesse in Verwaltung und Wirtschaft führen zu weniger Frust und mehr Zeit für Familie und Freizeit. Man muss es nur richtig machen.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Pascal Fouquet: Wir haben zum Glück noch eine Kultur des Miteinanders. In der Politik kann man trotz harter Diskussionen immer noch miteinander reden. Das hält unsere Demokratie lebendig, sorgt für eine gesunde Wirtschaft und Sicherheit für alle.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Pascal Fouquet: Auf der einen Seite läuft es in der Digitalisierung vollkommen schief. Die Politik sorgt in der Digitalpolitik immer dafür, dass nur internationale Grosskonzerne oder der Staat möglichst viel Daten sammeln können, die Interessen von uns Bürgern werden ignoriert. Die Datensammelei fliegt uns gerade um die Ohren, wie die ganzen Hacks und Leaks zeigen. Und es war erst der Anfang. Weiter liest man regelmässig, wie grosse IT-Projekte schiefgehen und Hunderte Millionen Steuergelder kosten. Das alles muss sich ändern. Auf der anderen Seite polarisiert sich immer mehr die Gesellschaft, Gräben werden aufgerissen, Stadt – Land, Mann – Frau, Junge – Rentner. Das ist Gift für unsere Gesellschaft. Auch das muss sich ändern. Wir müssen uns auf die Sache konzentrieren und gemeinsam Lösungen finden. Im Kleinen wie im Bundeshaus.

 

Richard Koller (parteilos):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Richard Koller: Die wichtigsten Themen der Zukunft sind Demokratie, Freiheit, Arbeit, Energie, Ausbildung, gesichertes Leben im Alter und Schutz vor zu viel Staat und Behördenwillkür. Städte wie Genf, Lausanne und Zürich haben sich einem Konsortium von über 100 Städten angeschlossen, die Fleisch, Milch und Autofahren in den Städten bis 2030 verbieten wollen (kein Witz). Sollte das Realität werden, … kein Fleisch, kein Naturdünger, keine Milch, keine Schokolade, keine Bauern, etc. Bargeld soll abgeschafft und gegen CBDC getauscht werden. Bargeld ist Freiheit, CBDC totale Kontrolle. Der Demokratieabbau läuft und die technologische Überwachung kommt immer rasanter auf uns zu. In Smart City Charta des deutschen Bundesministerium Umwelt und Naturschutz steht unter: 6. Post-voting society: «Da wir genau wissen, was die Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogenen Daten können Demokratie als gesellschaftliches Feedbacksystem ersetzen.» Unsere Demokratie und Freiheit sind die höchsten Erfolgsfaktoren und die sollen abgebaut werden. Diese Entwicklung muss politisch korrigiert werden. Wir müssen kritisch sein und deshalb brauchen wir einen sozial (für die Menschen) denkenden Vertreter in Bern, sonst kriegen wir bald die Rechnung und das nicht nur durch räuberisch erhöhte Strompreise.

 

Verena Lobsiger-Schmid (parteilos):

«D’REGION»: Welchem Themenbereich, der für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist, möchten Sie als Ständerat besonders viel Aufmerksamkeit widmen?
Verena Lobsiger-Schmid: Bevölkerung, Demografie, Familie, Migration, elektronisches Patientendossier, Bildung, Schule, Hochschule, duales Bildungssystem, Energie, Ressourcen, Ernährung, Landwirtschaft, Krankenkassenprämien, die maximal 10 Prozent des Einkommens betragen, steuerfreie AHV – das sind alles wichtige Themen.
Weiter setze ich mich für einen Arbeitsvertrag zwischen dem Souverän als Arbeitgeber und dem Parlamentsmitglied als Arbeitnehmer ein. Dies mit dem Ziel, Steuerzahler zu entlasten und eine steuerfreie AHV-Rente zu ermöglichen.
Einwanderer müssen den Beweis erbringen, welchen Mehrwert sie für die Schweiz mitbringen. Da die Schweiz die ganze Infrastruktur für Einwandernde zur Verfügung stellt, sind zu viele Einwanderne plötzlich defizitär. Zudem sollen Förderprojekte für KMUs subventioniert werden.

«D’REGION»: Auf welchen Werten basiert das Erfolgsgeheimnis der Schweiz?
Verena Lobsiger-Schmid: Auf Selbstständigkeit, Sicherheit und Stabilität sowie auf ihrer Kultur und Religion. Wichtig ist dabei auch der Erhalt der direkten Demokratie sowie die Findung zwischen Landwirtschaft und Privatwirtschaft.

«D’REGION»: In welchem Bereich ist dringend eine politische Kurskorrektur erforderlich?
Verena Lobsiger-Schmid: Es ist eine Analyse betreffend Pro und Contra zur World Health Organization (WHO) nötig. Zudem sollte aus dem Schengener Abkommen ausgetreten werden und die Einwanderung muss reguliert werden.

 

red


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